mianki.Gallery Berlin
differentlines

Die Ausstellung „different lines“ nähert sich dem Raum auf besondere Weise. Fünf Künstlerinnen greifen den Raum neu, sichtbar oder unsichtbar. Sie umschließen ihn mit ungewöhnlichen Materialien, lassen subtile Reflexionen durchdringen. Sie führen vorbei am fragilen Oberflächengerüst alltäglicher Wahrnehmungen, öffnen den Raum dahinter. Klangräume entstehen. Die unterschiedlichen Positionen eint das Basiselement: die Linie.

 

Silke Katharina Hahn

Bevorzugt arbeitet Silke Katharina Hahn mit sich unter und durch Einfluss von Hitze verändernden Materialien wie Heißkleber und Wachs. Dies ermöglicht es ihr mit der gezeichneten Linie in den Raum zu gehen und in der dritten Dimension präsent zu sein. Vielschichtig, dabei reduziert, reflektierend und auf das Wesentliche konzentriert.


Claudia Kallscheuer

Das Sticken und Nähen ist Claudia Kallscheuers zentrales künstlerisches Ausdrucksmittel. Es ermöglicht ihr Kleinigkeiten im Wert hervorzuheben. Werte die wir meist nicht mehr beachten. Einfaches und belangloses, entrückt sie durch das Schreiben an der Nähmaschine. Prozesshaft, wiederholend, verknüpft mit dem kalkulierten Chaos der hängenden Fäden.


Lisa Mayerhofer

Die Arbeiten von Lisa Mayerhofer beginnen und enden mit einem Material. Meist alltägliche Materialien, die im spielerischen Umgang ihre Eigenheiten offenbaren. Repetitive Prozesse oder fast obsessive Arbeitsweisen gesellen sich im Arbeiten zum Material. Dem Entstehungsprozess wird somit ein hoher Stellenwert gegenüber dem Ergebnis zugestanden – und so enthüllt sich ein vielleicht oft übersehenes Merkmal des Ausgangsmaterials.


Ev Pommer

Anwesenheit und Abwesenheit, das Zusammenspiel von Sichtbarem und Unsichtbarem, der Gegensatz von Innen und Außen spielen in ihrer Arbeit eine wichtige Rolle. Ev Pommer geht von der horizontalen und vertikalen Dimension des menschlichen Körpers aus, sie sind Vektoren, welche die Anwesenheit eines Körpers im Raum skizzieren. Dabei funktioniert der fiktive Körper als Leerstelle. Das Material vergegenständlicht diese, bzw. seinen Bewegungsraum.


Rebekka Uhlig / PerformanceChor für Experimentellen Gesang


Lines and Dots

Grafische Videokomposition für Stimmen gesetzt in Zeit und Raum


Die Performance „Lines and Dots“ vereint Zeichnung, Klang und Bewegung. Zeichnerische Strukturen werden stimmlich interpretiert, Stimmen zeichnen Linien in den Raum. Die Interpretation entsteht jeden Augenblick neu. Komponiert sind ausschließlich Strukturen: Linear und punktuell. Die musikalische Interpretation ist frei improvisiert. Mit dieser Arbeit verfolgt Rebekka Uhlig mit dem PerformanceChor für Experimentellen Gesang Berlin ihre Spur in der Realisierung von audiovisuellen Ereignissen.


Performance/Uraufführung, 6. April 2013, 17 Uhr

im Rahmen des Künstlergesprächs zur Ausstellung „different lines“

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