mianki.Gallery Berlin

Ausstellung vom 15. Juli bis 03. September 2016

#02

gleich – anders #02

Künstlerinnen und Künstler der Galerie

Zeichnungen, Malerei, Objekte, Skulptur, Plastik, Cut Outs, Textilkunst


Ausstellung vom 15. Juli bis 03. September 2016



Die mianki.Gallery zeigt in der Gruppenausstellung gleich – anders #02 Einblicke und Ausblicke in das aktuelle Schaffen ihrer Künstlerinnen und Künstler. Ausgehend von ungewöhnlichen Materialien untersuchen die Künstlerinnen und Künstler in dieser Ausstellung den Raum und nutzen hierbei Heißkleber, Beton, Nähseide, Laub, Duftmoleküle, Licht u. a. zur Veränderung der Wahrnehmung des umschlossenen Raumes.


Die von der mianki.Gallery vertretenen Künstlerinnen und Künstler lassen sich nicht auf „einen Nenner bringen“. Wie auch, bei Schaffenden, die sich gerade durch ihre Innovationskraft auszeichnen! Folglich ist auch das Galerieprogramm ein beständiges Weiter.


Und doch verbindet die Künstler eine Auseinandersetzung insbesondere mit Raum und Räumlichkeit. Ertasten und greifen aus dem Rahmen, lösen von der Wand, zeichnen in den Raum hinein. Licht umwerben, stellen. Raumillusionen werfen.


Die Wahl besonderer Materialien unterstützt die Inszenierung von Raum, ermöglicht ungewöhnliches Spiel mit Raum durch Reflexion. Dabei geht es den Künstlern weniger darum, die Ungewöhnlichkeit des Werkstoffs zu zelebrieren. Vielmehr ist es die Selbstverständlichkeit im Umgang mit Heißkleber, Beton, Nähseide, Laub, Duftmolekülen oder Licht, die eine ungewöhnliche Wahrnehmung des umschlossenen Raums oder des geschaffenen Objekts erlaubt.


Außergewöhnliche Materialität verdichten die Künstler an (selten flachen) Oberflächen. Der Verdichtungsprozess folgt dabei häufig klassischen Techniken, der Malerei, der Zeichnung, der Plastik, der Fotografie.


Die Techniken sind jedoch ins Zeitgenössische geholt: die Zeichnung bekommt plötzlich eine räumliche Struktur, die monochromen Scherenschnitte entpuppen sich als Laub, die Stoffbahn, auf die das Werk gemalt ist, ist bei näherem Hinschauen ebenfalls gemalt, die Fotografie wird zur Malerei, jedoch gemalt mit Licht statt Farbe.


Illusion und Reflexion. Die Künstler verführen, vielleicht gerade durch die Kombination von geübten Techniken und außergewöhnlichen Materialien. Sie locken Blicke hinein in die Vielschichtigkeiten ihres Werks, in seine Komplexitäten. Blicke lernen dabei Fühlen. Das Werk erschließt sich in der Emotion.


Silke Katharina Hahn

Silke Katharina Hahns Auseinandersetzung: die Veränderung von Material durch Hitze. Ihr bevorzugtes Material: Heißkleber und Wachs. Die Prägung: reduziert, konzentriert und reflektierend.


HALFA

Das Werk von HALFA umfasst acht Schaffensphasen, die sich zum Teil überlappen, aber auch aus den vorherigen entwickeln. Zu diesen Phasen gehören unter anderem die roller paintings und Moiré Paintings, die Szenogramme, Sceno Mades und Camera works. HALFA verfolgte keinen Stil – er verfolgte eine Haltung.


Tina Heuter

Um Stimmungen, Ausdrücke und Situationen geht es Tina Heuter, ohne sich dabei im Detail zu verlieren. Diese Stimmungen sind aber keinesfalls vordergründig oder gar plakativ. Durch die grobe Oberfläche, einer gekonnten Kombination aus Mimik, Gestik und Haltung, gelingt es der Künstlerin, ihre Plastiken Geschichten erzählen zu lassen. Dabei ziehen uns die Figuren regelrecht in ihren Bann.


Claudia Kallscheuer

Schreiben und Zeichnen an der Nähmaschine, Sticken und Nähen und Fäden auch mal hängen lassen – ungewöhnliche Ausdrucksformen in der Kunst Claudia Kallscheuers. Kleinigkeiten im Wert hervorzuheben, Werte, die wir meist nicht mehr beachten. Claudia Kallscheuer entrückt das scheinbar Belanglose, prozesshaft, wiederholend, verknüpft mit einem kalkulierten Fadenchaos.


Jakob Kupfer

Er ist ein Lichtbildner im besten, althergebrachten Sinne: Jakob Kupfer verdichtet diffuse Farb- und Lichtreflexe zu kunstvollen Reflexionen. Er bildet keine Dinge ab, sondern lässt das Licht selbst neue Welten malen.


Christophe Laudamiel

Christophe Laudamiels Duft-Kunstwerke entstehen in seinen Ateliers in Berlin und New York. Er nutzt die Erinnerungen und Gedanken der Ausstellungsbesucher – besser gesagt der „Schnupperer“, um das Konzept der Imaginären Bilderstellung auf neuen Wegen zu erkunden.


Anna Matola

Anna Matola hat für ihr beeindruckendes schöpferisches Potenzial eine besondere Ausdrucksform gefunden: sie modelliert mit Ton, Keramik und Porzellan. Anna Matola interessieren die Menschen, ihre Vielfalt, ihre Gesichter und ihre Charaktere, die man an den verschiedensten Orten im Alltag antrifft.


Ev Pommer

Anwesenheit und Abwesenheit, das Zusammenspiel von Sichtbarem und Unsichtbarem wie auch der Gegensatz von Innen und Außen spielen in ihrer Arbeit eine wichtige Rolle. Sie geht von der horizontalen und vertikalen Dimension des menschlichen Körpers aus, beides Vektoren, welche die Anwesenheit eines Körpers im Raum skizzieren und bereits annähernd beschreiben. Dabei funktioniert der fiktive Körper als Leerstelle. Das verwendete Material vergegenständlicht diese bzw. seinen Bewegungsraum.


Katharina Schnitzler

Katharina Schnitzler konfrontiert uns mit der Wahrnehmung und unseren angenommenen Realitäten. Sie schafft Bildwelten, die auf subjektive Weise das menschliche Bedürfnis nach Lösungen erfüllen. In ihrer Arbeit überlagert sie unzählige Texturen, Farbschichten, Zeichnungen und Text. Es entstehen Gemälde und Zeichnungen – installiert, poetisch, tief, witzig, eng verwoben und dabei brutal und schön zugleich!


Michael Schuster

Michael Schusters Arbeiten entstehen aus dem fragilen Material getrockneter, gepresster Blätter. Diese schneidet er aus und appliziert sie auf Papier oder platziert sie im Raum. Als Vorlagen und Ausgangspunkt dienen Fotografien, meist Schnappschüsse, die aus seinem privaten Familienalbum stammen.


Constanze Vogt

Die Objekte von Constanze Vogt sind Materialtransformationen. Ihr künstlerisches Verfahren ist medienreflexiv. In konzentrierten, zeitlich extensiven und monotonen Arbeitsprozessen werden Übergangsphänomene sichtbar.

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