mianki.Gallery
POSITIONS Berlin Art Fair
14. – 17. September 2017 – Arena Berlin – Stand D07

Katharina

Schnitzler

Michael

Schuster

mianki

Gallery

Detlef

HALFA

Tina

Heuter

Jakob

Kupfer

HAL_2

Ohne Titel #251, roller painting, 1998

Baumwollstoff (Fehlfarben) ungrundiert über Keilrahmen, Acryl-Dispersionsfarbe

280 x 200 x 5 cm

HALFA

Detlef HALFA

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HAL_4

Szenogramm, 1979 - 2002

Zeichnung, Malerei, Collage auf Fotokopie eines Zahlenplans

21 x 21 cm

Szenogramm, 1979 - 2002

Zeichnung, Malerei, Collage auf Fotokopie eines Zahlenplans

21 x 21 cm

Szenogramm, 1979 - 2002

Zeichnung, Malerei, Collage auf Fotokopie eines Zahlenplans

21 x 21 cm

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HALFA verfolgte keinen Stil – er verfolgte eine Haltung.


Oberflächen wurden mit einer selbst geschnittenen Musterwalze von Hand gerollt. Pinsel und Bürste waren tabu. Moiréstoffe wurden als Malgrund eingesetzt. Zahlenquadrate errechnet und akribisch auf Filz, Stoff oder Leinwand übertragen. Und die Fotokopie eines Zahlenplans wurde mit Zeichnung, Malerei und Collage versehen. Wobei alle verfügbaren künstlerischen Malmittel zur Anwendung kamen.


Das Werk von HALFA umfasst acht Schaffensphasen, die sich zum Teil überlappen, aber auch aus den vorherigen entwickelt haben. Zu diesen Phasen gehören unter anderem die roller paintings und Moiré Paintings, die Szenogramme, Sceno Mades und Camera works. Seine gesamte Energie, die ihn von Idee zu Idee stürmen ließ, setzte er ein, um ein komplexes Werk zu schaffen, das im Rückbezug auf die konzeptuelle Kunst neue Wege beschritt. Grundlage dafür war ein kritisches Verhältnis zum eigenen Werk. Das wird schon deutlich in den umfänglichen Textarchiven, das die bildkünstlerische Arbeit immer begleitete.


„Mein Werk setzt sich in Bildern, Objekten, Rauminstallationen, Einbauten etc. mit den Stilen, Dogmen und Ismen der Kunst des 20. Jahrhunderts auseinander, in dem es diese zugleich desavouiert, vernichtet und neu bestimmt.“ (HALFA) Diese Traditionslinie wurde aber ständig durchbrochen, überwunden oder im eigenen Sinne fortgesetzt.


„Ein Hang zu emotionalen Bildinhalten war nie meine Sache, eher eine kritische Distanz zum tradierten Werte-/Werkbegriff.“ Halfa erschuf in mehr als 30 Jahren sein Gesamtformwerk „Manufactura Scenografia“. Ein überaus lebendiges Werk, das es neu zu entdecken gilt.


„Die Welt ist die Bühne. Die Kunst ihr Inventar.“ (HALFA)


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Tina Heuter

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show text
_R5A8117

Sitzender auf Stuhl I, 2003

Bronze, 120 cm

Edition 7/7


_R5A6679

No Exit, 2017

Beton, Neonschrift, 80 cm (135 cm)

2-teilig, Edition 1/9


_R5A6681
_R5A6688

Grace, 2017

Bronze, 170 cm

Edition 1/9


_R5A6671

Mädchen in Jeans, 2015

Beton, 80 cm

Edition 2/9

No Exit, 2017

Beton, Neonschrift, 80 cm (135 cm)

2-teilig, Edition 1/9


Einfach mal Träumen oder doch Nachdenken, in Gedanken versunken oder ganz stolz Schreiten. Und warum sollte eine Businessfrau mit einem Kalb spazieren gehen oder ein lässiger Typ mit einem Hasen? Trotz des Gegensatzes haben die neuesten Arbeiten von Tina Heuter eine Selbstverständlichkeit und gleichzeitig einen spannenden Interpretationsspielraum für den Betrachter.


Um Stimmungen, Ausdrücke und Situationen geht es der Künstlerin, ohne sich dabei im Detail zu verlieren. Diese Stimmungen sind aber keinesfalls vordergründig oder gar plakativ. Durch die grobe Oberfläche, einer gekonnten Kombination aus Mimik, Gestik und Haltung, gelingt es Tina Heuter, ihre Plastiken Geschichten erzählen zu lassen. Dabei ziehen uns die Figuren regelrecht in ihren Bann.


Diese Stimmungen greift Heuter im zweiten Schritt ganz geschickt, durch die Verwendung „zeitgenössischer“ Materialien wie Beton, Stahl oder Papier für die Plastik erneut auf. Und wir erleben, was mit ein und derselben Plastik geschieht, wie sich Wirkung und Wahrnehmung verändern. So schafft Heuter es, Ihren Arbeiten eine ungewohnte Aktualität zu geben und selbst die klassische Bronze erscheint in diesem Dialog wieder zeitgemäß und modern.



Das Spiel der Materialien führt sie konsequent weiter, stellt gegenüber und hängt das Ganze dann in den Raum oder an die Wand. So entsteht eine ganz eigene, neue Art der Plastik. Tina Heuter zeigt uns, dass das Thema der figürlichen Plastik unendlich ist. Sie führt uns dabei in einen spannenden Dialog mit ihren Werken, den Materialien, dem Raum, mit uns, mit ... und wir dürfen gespannt sein, was sie in der Zukunft mit der klassischen Bildhauerei noch alles kombiniert.


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Jakob Kupfer

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Jakob Kupfer

Lichtbild # 881, 2014

Pigmentdruck, Wachs auf Papier, Aludibond 102 x 100 cm

FADE 052, 2016 (Standbild)

Filmdatei, LCD-Bildschirm,

MiniPC, Rahmen

51 x 51 cm

FADE 051, 2016 (Standbild)

Filmdatei, LCD-Bildschirm,

MiniPC, Rahmen

51 x 51 cm

FADE 056, 2016 (Standbild)

Filmdatei, LCD-Bildschirm,

MiniPC, Rahmen

51 x 51 cm

show text

Er ist ein Lichtbildner im besten, althergebrachten Sinne: Jakob Kupfer verdichtet diffuse Farb- und Lichtreflexe zu kunstvollen Reflexionen. Er bildet keine Dinge ab, sondern lässt das Licht selbst neue Welten malen.


Seine Lichtbilder sind Momentaufnahmen einer sich wandelnden Wirklichkeit. Sie machen magische Welten sichtbar, die uns sonst der Fluss der Zeit verbirgt. Dabei sind diese Lichtbilder – obwohl auf fotografischem Weg entstanden – veritable Gemälde: Originale aus Pigment, Wachs und Papier.


Mit den FADES geht Jakob Kupfer – der als Person so schemenhaft bleibt wie seine Werke – im Hinterfragen unseres Sehens noch einen Schritt weiter: Die digitalen Originale stellen die eingefrorenen Momente der Lichtbilder in eine andere, parallele Zeit. Kupfers FADES wandeln sich permanent und doch so unmerklich, dass sie dem Sehen jeden sicheren Boden nehmen: den eines klaren, steten Werkes wie den der klassischen bewegten Bilder. Die FADES verrinnen unserem Blick wie Sand zwischen den Fingern. Sie lassen staunen und verblüffen. Sie sind Bilder, deren Wandel man partout auf die Schliche kommen will – und die diesen Wandel doch viel zu genüsslich zelebrieren, als dass man ihrer habhaft werden könnte. Kupfer versteht seine FADES, obwohl auf digitalem Weg entstanden, als einzelne Gemälde; als digitale Originale.


Kupfers Arbeiten verlangen ein aktives Sehen, das wir längst verlernt zu haben meinten. Ihre Betrachtung fordert gebieterisch jene Muße, die wir uns sonst nur noch selten leisten. So zu schauen, sagt wenig über das Abgebildete, viel aber über den Schauenden. Fast möchte man von einem therapeutischen Sehen sprechen, die Lichtbilder mit Rorschach-Tafeln vergleichen, würde sich tatsächlich jemand außer dem Betrachter selbst für das Ergebnis interessieren, seine wie auch immer geartete Leistung deuten oder prüfen. Doch nichts dergleichen ist der Fall. Die Landschaften aus Licht dienen sich der Freude an Fantasie und Sinnlichkeit einzig als Vehikel an. Sie fordern nichts und öffnen doch das Tor zum Widerhall sehr existentieller Erfahrungen: Geborgenheit, Liebe, Wehmut, Sehnsucht, Wünsche und ja, auch Ängste leben in diesen Lichtbildern auf – wie überall, wo wir uns auf neues Terrain wagen.



„Was wir nicht erkennen können, dürfen wir uns neu erdenken.

Wo wir nicht mehr verstehen müssen, beginnt der Freiraum der Phantasie.“

(Jakob Kupfer)


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Katharina Schnitzler

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17_escape-vehicle#1792_150x110KatS

escape vehicle # 1792, 2017

Mischtechnik auf Leinwand

150 x 110cm


17_escape-vehicle#1788_150x110_KatS

escape vehicle # 1788, 2017

Mischtechnik auf Leinwand

150 x 110cm


17_escape-vehicle#1795_150x100_KatS

escape vehicle # 1795, 2017

Mischtechnik auf Leinwand

150 x 100cm


17_Z_katS_Frau-als-Törtchen-Schlampe_60x90

Frau als Törtchen „Punk“, 2017

Zeichnung auf Papier

70 x 90 cm


Katharina Schnitzler konfrontiert uns mit der Wahrnehmung und unseren angenommenen Realitäten. Sie schafft Bildwelten, die auf subjektive Weise das menschliche Bedürfnis nach Lösungen erfüllen. In ihrer Arbeit überlagert sie unzählige Texturen, Farbschichten, Zeichnungen und Text. Es entstehen Gemälde und Zeichnungen – installiert, poetisch, tief, witzig, eng verwoben und dabei brutal und schön zugleich!


In ihrem Schaffen ist Katharina Schnitzler eine Meisterin der Mischtechnik. Oftmals besteht der Hintergrund aus unzähligen Schichten. Da der Pinselstrich zu sehen ist und dieser in verschiedene Richtungen gezogen wird, entstehen Strukturen und Muster. Dabei unterstreicht Schnitzler die Materialität der Arbeit, denn die Strukturen erinnern an Ausschnitte von Stoffbahnen oder geprägte Ornamenttapeten. Häufig entsteht ein Gefühl von Raum. Im Vorder- oder Hintergrund befinden sich zarte Zeichnungen, die bis in das Abstrakte gehen oder geometrische Formen, welche mit viel Farbe aufgetragen wurden. Aber auch graziöse Pflanzen oder ornamentale Verzierungen ergänzen die Komposition und erinnern an chinesische Malerei.


Die Darstellung des „Dazwischen“ ist ihr künstlerischer Anspruch. Obwohl der Hinter- und der Vordergrund auch jeweils für sich stehen könnten, kommunizieren und harmonieren sie miteinander


„Ich möchte, dass meine Bilder vielschichtig sind, der Betrachter sie nicht leer sieht, sondern seine subjektive Wahrnehmung das Bild immer wieder verändert. Der Facettenreichtum allen Seins, beinhaltet Momente, in denen alles möglich scheint“ sagt Katharina Schnitzler über ihr künstlerisches Anliegen.

Katharina Schnitzlers Werke strahlen eine subtile Zeitlosigkeit aus und beschäftigen sich mit den existenziellen menschlichen Themen wie Liebe und Glück, Schönheit und Freude, aber auch Trauer und Krieg.


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Michael Schuster

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Lichtbild 2014/23, 2016

Laub auf Papier

29,7 x 42 cm


Lichtbild 2014/20, 2016

Laub auf Papier

42 x 59,4 cm


Schönes Licht I, 2016

Laub auf Papier

86 x 122 cm


Lichtbild 1968/II, 2016

Laub auf Papier

150 x 210 cm


Schuster zeigt Arbeiten auf Papier, Kleinskulpturen und Wandinstallationen aus dem fragilen Material getrockneter, gepresster Blätter. Diese schneidet er aus und appliziert sie auf Papier oder platziert sie im Raum. Als Vorlagen und Ausgangspunkt dienen Fotografien, meist Schnappschüsse, die aus seinem privaten Familienalbum stammen.


Die Arbeiten von Michael Schuster setzen sich mit der Konservierung und Speicherung von Erinnerungen auseinander. Im Fokus steht dabei das fotografisch erzeugte Bild. Die Fotografie als bildhafte Umsetzung eines vergangenen Zeitpunktes suggeriert dem Betrachter Wirklichkeit und Gegenwart. Wirklichkeit, weil das Bild als naturgetreues Abbild wahrgenommen wird und Gegenwart, weil die Fotografie einen vergangenen Zeitpunkt zitiert und ihn damit neu erlebbar macht.


Bildnerische Reduktionsprozesse der Vorlagen sowie die Verwendung von Vergänglichkeit suggerierenden Laubblätter lösen die Fotografien aus ihrem ursprünglichen Kontext heraus. Es verschwinden typische Merkmale wie Grauwerte, Tonwertabstufungen, Perspektive und Raum. Die bildgebenden Personen lösen sich von ihrer bisherigen Umgebung und verbinden sich neu mit der Struktur und der Form des Blattes. Mit dem Verschwinden der Fotografie verschwindet auch Subjektivität und Intimität. Aus dem flüchtigen Moment der Vergangenheit entsteht ein Bild: universell, eigenständig und neu – befreit von der Versuchung, Gegenwart und Realität vorzutäuschen.


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Aktuelle Ausstellung

Tina Heuter – Nächste Stationen

8. September bis 28. Oktober 2017


Ausstellungsrundgang mit Künstlergespräch

Samstag, 21. Oktober 2017, 17.00 Uhr

Die Kunsthistorikerin Andrea-Katharina Schraepler, via artis berlin, im Gespräch mit Tina Heuter über menschliche Stimmungen, Situationen und ihre Beobachtung aus dem Alltag. weiterlesen

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Seit 2008 arbeitet mianki.Gallery mit Künstlerinnen und Künstlern einer neuen Generation zusammen. Die Galerie prägt ihr eigenständiges Profil durch die Fokussierung auf Positionen besonderer Materialhaftigkeit. Ihre Künstlerinnen und Künstler erschaffen besondere Bildwelten indem sie außer- und ungewöhnliche Materialien einsetzen und verarbeiten.


mianki.Gallery ist Mitglied im Landesverband Berliner Galerien (LVBG). LVBG-Galerien zeichnen sich durch ihr professionelles Handeln im Sinne der Standesrichtlinien der europäische Galerienvereinigung F.E.A.G.A. aus. Dazu gehören die kontinuierliche Vermittlung der Kunst des 20. und 21. Jh. und die Förderung aktuell lebender Künstlerinnen und Künstler.


mianki.Gallery vertritt aktuell die folgenden Künstlerinnen und Künstler:


Silke Katharina Hahn

HALFA

Tina Heuter

Claudia Kallscheuer

Jakob Kupfer

Christophe Laudamiel

Anna Matola

Ev Pommer

Katharina Schnitzler

Michael Schuster

Constanze Vogt


10 Jahre mianki.Gallery

2018 feiert miank.Gallery ihr 10-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass werden von Mai bis Ende Oktober in einem großen Sonderprogramm mit Ausstellungen und Veranstaltungen alle aktuellen Künstlerinnen und Künstler der Galerie gezeigt.


Wir freuen uns wenn Sie dabei sind und informieren Sie gerne über alle Veranstaltungen und Termine. Anmeldung zum Newsletter der mianki.Gallery

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BERLIN ART WEEK

FRIDAY NIGHT POSITIONS

Am Freitag, 15. September 2017 öffnet mianki.Gallery, wie auch alle anderen an der POSITIONS Berlin teilnehmenden Berliner Galerien, ihre Ausstellung bis 21.00 Uhr.

Nächste Ausstellung

Katharina Schnitzler – schöner war gestern

17. November 2017 bis 20. Januar 2018


Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 16. November 2017, 19 bis 23 Uhr

Werkseinführung um 19.30 und 21.00 Uhr

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Kalckreuthstraße 15

10777 Berlin

T +49 30 364 327 08

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