mianki.Gallery Berlin
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Claudia Kallscheuer – SOMETIMES I’M HAPPY
Ausstellung vom 28. August bis 31. Oktober 2026

Claudia Kallscheuer – SOMETIMES I’M HAPPY


Ausstellungseröffnung

am Donnerstag, den 27. August 2026, 19 – 23 Uhr

Werkeinführungen um 19.30 und 21.00 Uhr


Ausstellung

28. August – 31. Oktober 2026


Die mianki.Gallery zeigt vom 28. August bis zum 31. Oktober 2026, mit der Ausstellung „SOMETIMES I’M HAPPY“, neue Arbeiten von Claudia Kallscheuer in Berlin. Die Künstlerin hat konsequent die gezeichnete und geschriebene Linie durch die genähte und gestickte Linie ersetzt. Dabei öffnet und sensibilisiert sie den Blick der Betrachter*innen für das Hintergründige des Alltäglichen. Die Motive und Themen unseres Lebens führt sie auf feinsinnige und vielschichtige Weise der künstlerischen Reflexion zu.


Schreiben und Zeichnen an der Nähmaschine, Sticken und Nähen und Fäden auch mal hängen. Kleinigkeiten im Wert hervorheben, Werte, die wir meist nicht mehr beachten. Claudia Kallscheuer entrückt das scheinbar Belanglose, prozesshaft, wiederholend, verknüpft mit einem kalkulierten Fadenchaos. Durch die gestickte Umsetzung erhalten die Arbeiten eine nachdrückliche Relevanz. Fadengeschriebene Botschaften, denen erst das Garn besonderes inhaltliches Gewicht verleiht.


Fäden müssen dabei nicht immer vernäht sein, einfach hängen lassen und so die Linien verlängern. So verändern gerade diese Linien immer wieder die von ihr geschaffenen Werke. Sie spielt mit innen und außen, verkehrt linke und rechte Seite, schafft Unordnung in der Ordnung. Fehler werden eingebaut, Fadenspannungen variiert, Überlagerungen und Verwicklungen im Nähprozess geduldet. Es wird geknotet, wo kein Knoten passt. Und das Sortieren, was von Zeit zu Zeit nötig ist, gehört dazu …


Ihre gesammelten Materialien: Fäden, Stoffe, Papiere, Papiertüten, Briefumschläge, Teebeutel, Figuren, Kästchen. Diese sind alle erfüllt von inhaltlichen Bedeutungen und von den meisten Materialien weiß sie, wem diese einmal gehört haben oder von wem sie diese bekommen hat. Damit trägt der intensive Umgang mit diesen Materialien nicht nur gestalterische, sondern auch soziale und biografische Aspekte.


Und dann ist da noch das Wetter. Seit Jahren schreibt sie täglich – wie ein Tagebuch, den Wetterbericht auf gebrauchte Teebeutel aus Seidenorganza, auf Stoffe, auf Papier. Dieser tägliche Rhythmus des Schreibens, das Schreiben von Wetterberichten auf der Nähmaschine, entrückt mehr und mehr das Thema Wetter. Und immer mehr schält sich heraus, dass es eigentlich um etwas ganz anderes geht, wenn wir mit anderen über das Wetter sprechen. Unsere Stimmungen, unsere Gefühle und Verfassungen oder vielleicht auch darum überhaupt ins Gespräch zu kommen und wenn es auch nur für einen Augenblick ist.


Claudia Kallscheuer öffnet und sensibilisiert den Blick der Betrachtenden für das Hintergründige des Alltäglichen. Diese Motive und Themen unseres Lebens führt sie auf feinsinnige und vielschichtige Weise der künstlerischen Reflexion zu.

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