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Wir haben wieder

für Sie geöffnet.

mianki.Gallery Berlin
Gruppenausstellung vom 4. Juni bis 4. Juli 2020
Zeichnung

Douglas James Johnson

Claudia Kallscheuer

Gisoo Kim

Jakob Kupfer

Ev Pommer

Jens Rausch

Barbara Schmitz-Becker

Jochen Schneider

Katharina Schnitzler

Constanze Vogt


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Douglas James Johnson

* 1937 in Coldwater, Michigan, USA, † 1998 in Joucas, Frankreich


Douglas James Johnson, Amerikaner, Maler, Zeichner, Pädagoge und Kulturdiplomat, studierte an der Michigan State University und der Columbia University bei Robert Motherwell und Philip Guston. Neben seiner eigenen Kunst arbeitete er für die Iran-America Society und anschließend für den United States Information Service (auch bekannt als: United States Information Agency), um die amerikanische Kunst voranzutreiben und den internationalen Kulturaustausch zu fördern.


Johnsons eigene Werke wurden in ganz Europa ausgestellt. 1971 hatte Johnson seine erste Einzelausstellung in Teheran im Zentrum der Iran-America Society. 1977 stellte er auf der documenta 6 in Kassel aus. Er unternahm Reisen nach Italien, England, in die Schweiz, nach Sri Lanka und in den Iran und lebte unter anderem in Paris und Forcalquier.


Zu seinen Medien gehörten Öle, Collagen, Fundstücke, alte Fotografien, Bleistifte und gemischte Medien. Zu seinen Themen gehörten Porträts, Figuren, Tiere, Architektur, soziale Kommentare und Allegorien. Zu seinen Stilen gehörten Lettrismus, Pop Art, Realismus.

Claudia Kallscheuer

* 1967, Waiblingen, Deutschland, lebt und arbeitet in Düren


Claudia Kallscheuer wuchs in Nord- und Südamerika auf und studierte, nach einer Ausbildung zur Damenschneiderin, Modedesign an der AMD – Akademie für Mode in Hamburg. Es folgte das Studium der Malerei an der Alanus Hochschule und an der Freien Akademie Berlin bei Ute Wöllmann. Ihr Studium schloss sie als Meisterschülerin von Andreas Amrhein ab. 2017 erhielt sie den Dürener Kunstpreis, begleitet von ihrer ersten Museumsausstellung im Leopold-Hoesch-Museum Düren.


Schreiben und Zeichnen an der Nähmaschine, Sticken und Nähen und Fäden auch mal hängen lassen – ungewöhnliche Ausdrucksformen in der Kunst Claudia Kallscheuers. Kleinigkeiten im Wert hervorzuheben, Werte die wir meist nicht mehr beachten. Claudia Kallscheuer entrückt das scheinbar Belanglose, prozesshaft, wiederholend, verknüpft mit einem kalkulierten Fadenchaos. Durch die gestickte Umsetzung erhalten die Arbeiten eine nachdrückliche Relevanz. Fadengeschriebene Botschaften, denen erst das Garn besonderes inhaltliches Gewicht verleiht.

Gisoo Kim

*1971 in Seoul, South Korea, lebt und arbeitet in Essen


Gisoo Kim kommt nach ihrem Studium der Bildhauerei in Seoul nach Deutschland und studiert zunächst an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, u.a. bei F. E. Walther, wechselt dann an die Kunstakademie nach Düsseldorf, wo sie bei Magdalena Jetelová studierte und schließlich Meisterschülerin bei Irmin Kamp wurde.


Gisoo Kim will mit ihren Arbeiten neue Realitäten schaffen. Dies gelingt ihr, indem sie Fotografien ganz unterschiedlicher Orte und Sujets manuell - und bewusst nicht am Rechner - zusammenfügt. Was hier lapidar mit manuell beschrieben wurde, ist eine Technik, mit der sich Gisoo Kim in den letzen Jahren eine ganz besondere Stellung in der Kunstszene erarbeitet hat. Sie schneidet die Fotografien auseinander und näht sie per Hand wieder zusammen. Dadurch entstehen Spuren, ja Verletzungen in ihrer Fotografie, die ihren Arbeiten das Besondere geben.


Gisoo Kim nutzt bewusst den sichtbaren Faden, der mal mehr, mal weniger zeichnerisch in ihren Arbeiten eingesetzt wird. Oft werden beispielsweise Objekte oder Menschen in ihre Landschaftsaufnahmen mittels dünner Fäden eingenäht. Das, was wie eine zarte weiße Zeichnung aussieht, entpuppt sich als feine Stickerei, die immer von Hand erfolgt. Da wo andere Künstler den Pinsel oder Zeichenstift einsetzen, wird der Faden in der Hand von Gisoo Kim zum ausdrucksbildenden Gestaltungselement. Die sichtbare Realität wird mit reiner Vorstellung gepaart und das reale Motiv ihrer Fotografien bewusst in den Raum der Fantasie überführt.

Jakob Kupfer

*unbekannt


Er ist ein Lichtbildner im besten, althergebrachten Sinne: Jakob Kupfer verdichtet diffuse Farb- und Lichtreflexe zu kunstvollen Reflexionen. Er bildet keine Dinge ab, sondern lässt das Licht selbst neue Welten malen. Gegenstandslosigkeit und permanenter Wandel sind wesentliche Merkmale des Lichts und prägen Jakob Kupfers Arbeiten. Sie lenken unseren Blick in den Raum zwischen uns und den Dingen, in dem das Licht spielt. Sie lassen uns erleben, was mit unserer Wahrnehmung und Phantasie geschieht, sobald wir uns auf diesen gegenstandslosen Spielraum ohne erklärende Konturen einlassen.

Ev Pommer

* 1968, Wriezen/Brandenburg, Deutschland, lebt und arbeitet in Berlin


Ev Pommer studierte Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee bei Prof. Baldur Schönfelder und Prof. Rolf Szymanski, 1994 Diplom für Bildhauerei & die Ernennung zur Meisterschülerin. 1990 wird sie Preisträgerin des Wettbewerbes „oltre il muro“, der Mailänder Akademie Brera, und sie ist unter anderem von 1991-1994 Stipendiatin der Friedrich-Naumann-Stiftung. 1995 geht sie mit einem DAAD Stipendium nach New York City. Sie hat unter anderem im Fach künstlerische Anatomie/Morphologie im Grundlagenstudium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee unterrichtet.


Bezugspunkt vieler Arbeiten Ev Pommers ist der Körper bzw. die Körperlichkeit menschlicher Existenz. Dieser wird von ihr in einer abstrahierten Art und Weise behandelt. Die Objekte erscheinen wie ein Konzentrat aus Erfahrungen und Erinnerungen und verlangen dem Betrachter nicht selten auch selbst eine gedankliche Rekonstruktion einer sinnlichen Erfahrung ab.


Ein Konzentrat, das sind auch ihre Zeichnungen, denn sie sind nicht die typischen Ideenskizzen oder Vorstudien zum bildhauerischen Werk. Ihre Zeichnungen ergänzen, erweitern und vervollständigen als eigenständige Werke ihr Schaffen.

Jens Rausch

* 1976, Fulda (Hessen), Deutschland, lebt und arbeitet in Hamburg


Jens Rausch besuchte die Fachoberschule für Gestaltung. Anschließend absolvierte er ein Studium der Sozialpädagogik und schloss ein Weiterbildungsstudium der Kunsttherapie und Kreativpädagogik an. Seine Arbeiten wurden in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. 2015 wurde er für den Wesselinger Kunstpreis nominiert und nahm an „Artist in residence“ Programmen in Island, Georgien und der Schweiz teil.


In seinen Arbeiten setzt sich Jens Rausch mit natürlichen Kreisläufen und Zyklen auseinander: Im malerisch-künstlichen Prozess kommen dabei Materialien wie Asche, Bitumen, Eisenoxid, Feuer und Ruß zum Einsatz. Also jene Materialien, die ihrerseits bereits aus Transformationsprozessen stammen bzw. diese auslösen. Der Moment des Zufalls spielt dabei eine wichtige Rolle, da sich die ausgelösten und teils noch weiterarbeitenden Prozessabläufe nur bedingt steuern und kontrollieren lassen. So verbinden sich in seinen Werken die künstlich ausgelösten, natürlich ablaufenden Prozesse durch den künstlerischen Dialog zu einer komplexen Einheit und korrelieren dabei mit dem jeweiligen Bildmotiv.

Barbara Schmitz-Becker

* 1968, Osnabrück, Deutschland, lebt und arbeitet in Nettetal


Die Verknüpfung von Naturwissenschaft und Kunst liegt dem künstlerischen Konzept von Barbara Schmitz-Becker zugrunde. Sie führt mit plastisch-räumlichen Installationen und mit grafischen Arbeiten die zwei sehr unterschiedlichen Disziplinen zusammen. (Claudia Scheller-Schach)


2012 gründete sie das Eden Zwo Labor. Dieses bezieht sich  auf das „Svalbard Global Seed Vault“  auf Spitzbergen in Norwegen. Dort lagert der Welttreuhandfonds im Eis inzwischen mehr als 4,5 Millionen Samenproben für Kulturpflanzen aus der ganzen Welt– eines von weltweit 140 Aufbewahrungsanlagen für Saatgut; aber das einzige Projekt ohne Forschungsauftrag. Den übernahm Barbara Schmitz-Becker mit dem Eden Zwo Labor. Schon immer der Natur zugewandt, erhöht die Zusammenarbeit die Konzentration auf wissenschaftliche Details und Prozesse in der Natur, die dann in ihren Arbeiten eine ganz neue Darstellung und Sicht finden.


So erforscht sie z.B. die Fähigkeiten von Hyphenpilzen: Hyphen sind die fadenförmigen Zellen der Pilze.  Diese Fadenpilze können z. B. ölverseuchte Böden beim Durchwandern von den Schadstoffen rückstandslos befreien. Pilze in Verbindung mit bestimmten Bakterien können Hormone und Medikamentenrückstände aus unserem Trinkwasser filtern.  Diese Beschäftigung mit dem Thema führte zu der Installation HyphenWolken, auch Insekten und Kokons tauchen immer wieder in Schmitz-Beckers Werk auf. Große dreidimensionale, sensible Körper – freihandgezeichnet mit dem 3 d- Stift oder mit Draht geformt bzw. „gezeichnet“ wie sie selbst sagt.

Jochen Schneider

* 1976, Obermettingen (Schwarzwald) Deutschland, lebt und arbeitet in Berlin


Jochen Schneider studierte an der Burg Giebichenstein in Halle an der Saale ab 1997 bis zum Ersten Staatsexamen Kunsterziehung bevor er dem inneren Drang folgte, nicht Pädagoge, sondern eben Bildender Künstler zu werden. Einem entsprechenden Aufbaustudium in Halle ab 2004 schloss sich zwei Jahre später das Studium an der Hochschule für Künste Bremen an, wo er 2008 Meisterschüler bei Paco Knöller wurde.


Ein erstes Stipendium in Finnland 2010 weckte eine innere Geneigtheit für das Nordische. Er sagt selbst, dieser lebensweltliche Minimalismus – beispielhaft in karger Vegetation, zurückgenommenem Temperament der Bevölkerung und eher nüchternem Design – habe ihn für sich eingenommen. Vertieft durch weitere Arbeitsaufenthalte 2012 auf Island und 2013 wiederum in Finnland findet die ästhetische Erfahrung dieses Minimalismus‘ zunehmend bildnerische Resonanz in Schneiders Werken.


Jochen Schneider zeichnet seine unmittelbare Umgebung, seine Alltagswelt. Zu zeichnen stellt für ihn eine Möglichkeit dar, sich dieser Umgebung und sich selbst in ihr zu versichern. Immer wieder stößt er dabei auf Dinge, Strukturen und Texturen, auf Flüchtigkeiten und Gefüge, die existent und doch stets im Wandel begriffen sind. Diese Dinge, also ganz individuelle Erlebnisse, geben den Anstoß zu seinen Zeichnungen. Dabei formuliert er in seinen Arbeiten sinnlich Erlebtes als neu erfundene Bildelemente. Er reduziert, verbindet, trennt und ordnet. Gedachtes und Erinnertes formt sich neu.

Katharina Schnitzler

* 1963, Düsseldorf, Deutschland, lebt und arbeitet in Berlin


Katharina Schnitzler beginnt ihre künstlerische Laufbahn 1990 in den USA mit ihrer ersten Installation „Final Kath“ in der Generator Gallery, New York. Von 1995 bis 1999 macht sie eine Ausbildung zur Diplom Kunsttherapeutin/Pädagogin an der Fachhochschule Ottersberg, wechselt dann an die UdK Berlin und schließt dort 2003 mit dem Master of Art ab.


In ihrer Arbeit überlagert die Berliner Künstlerin Katharina Schnitzler Texturen, Farbschichten, Zeichnungen und Texte. Es entstehen kraftvolle, spannungsreiche Gemälde und anspielungsreiche Grafiken, deren Tenor mal poetisch-lyrisch, mal abgründig-humorvoll sein kann – dabei geht es der Künstlerin gleichermaßen um den Akt der Malerei wie um die intensiv geführte Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz und relevanten Themen der eigenen Gegenwart.


Constanze Vogt

*1984, Bielefeld, Deutschland, lebt und arbeitet in Kiel


Constanze Vogt studierte bis 2015 an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Seit Oktober 2019 lebt und arbeitet sie für insgesamt zehn Monate in Reutlingen, sie ist die 17. Stipendiatin der HAP-Grieshaber-Stiftung. Hier führt sie ihre Arbeit an aufwendig hergestellten Skulpturen und Zeichnungen fort, die sie 2018 im Rahmen eines Stipendiums der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn unter dem Titel spalten ausgestellt hatte. Am Kunstmuseum Reutlingen / Galerie sind diese und die während ihrer Zeit in Reutlingen neu entstandenen Arbeiten in der Ausstellung pausen zu sehen.


Die Kieler Künstlerin Constanze Vogt bewegt sich mit ihren Arbeiten zwischen den unterschiedlichen Medien. Ihre Zeichnungen, Installationen, Objekte und Texte zeichnen sich durch eine reduzierte Materialwahl aus. Materialien wie Papier, Sprache und Licht nutzt und bearbeitet Sie für ihre Auseinandersetzung mit dem Thema der Zwischenräume. Der extensive und nahezu rituale Arbeitsprozess, mit dem sie das Material transformiert, ist in ihren Arbeiten deutlich sichtbar.


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